Chorkonzert KFR/KEN (29.01.2026)
Das gemeinsame Konzert der Chöre und des Orchesters der Kantonsschulen Enge und Freudenberg stand unter dem Titel „Leben – Licht – Loslassen“ und widmete sich musikalisch den Themen Vergänglichkeit und Hoffnung. Der Bogen reichte von Polo Hofers „Wenn mys letschte Stündli schlat“ über „One More Light“ von Linkin Park, „Fix You“ von Coldplay, „They Live in You“ aus The Lion King bis zu „Both Sides Now“ von Joni Mitchell. Die vielseitige Stückauswahl sorgte dafür, dass das ernste Thema nicht bedrückte, sondern zum Nachdenken anregte.
Musikalisch überzeugten insbesondere die feinen Abstimmungen zwischen Chor und Orchester, das mit vielen Musiklehrpersonen beider Schulen besetzt war. Einen besonderen räumlichen Effekt erzeugten die Soli der Hörner, der Trompete, der Posaune sowie der Sopranistin Sophia Seemann und des Baritons Sascha Litschi, die von Empore und der Kanzel aus erklangen.
Der Höhepunkt des Abends war das Requiem, op. 48 von Gabriel Fauré, dessen ruhige und tröstliche Tonsprache ideal zum thematischen Fokus passte. Das ab-
schliessende „In paradisum“ bildete einen ruhigen, hoffnungsvollen Schlusspunkt.
Die beiden musikalischen Leiter Manuel Ledergeber und Mattis Sussmann wechselten souverän zwischen Dirigentenpult und Flügel und wurden dabei von Barbara Schröder, Andri Calonder und Leila Erdin unterstützt. In seiner kurzen Ansprache griff Josef Seeberger die Themen des Programms auf und verband sie mit der aktuellen Zeit, ohne die Leichtigkeit des Abends zu verlieren.
Im Publikum sassen stolze Eltern, gerührte Grosseltern, Pat:innen, Lehrpersonen, Freund:innen und viele Angehörige. Nach dem letzten Ton des Requiems war ein Moment stiller Dankbarkeit zu spüren, bevor der Saal in langen, kräftigen Applaus ausbrach. Viele verliessen die Kirche mit dem Gedanken, gerade an-
gesichts der schwierigen Zeiten und unserer aller Endlichkeit ihren Tagen mehr Leben zu schenken.
Text: Valeria Gemelli
Fotos: Eveline Saoud
Die Fotos stammen von der Schüler:innen-Vorstellung am Nachmittag des 29.1.


















