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Gymnasium Freudenberg
Kantonsschule Freudenberg Zürich
Gymnasium Freudenberg
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Lesung von Jonas Lüscher für die 6. Klassen

Am 13. November hatten wir das grosse Vergnügen, den bekannten Schweizer Schriftsteller Jonas Lüscher kennenzulernen. Beeinflusst von der schönen Atmosphäre des Raumes im Liceo-Saal trat er mit viel Motivation auf. Zu Beginn las er uns eine Textstelle seiner Novelle „Frühling der Barbaren“ vor. Obwohl die Textstelle gut ausgewählt war, überrumpelte er uns mit seiner hohen Geschwindigkeit. Uns schien es, als kenne er sein Buch etwas zu gut oder dass er diese Stelle schon zu oft vorgelesen hatte.
Jedoch wurde die Diskussion höchst spannend. Die Fragen der interessierten Schüler begeisterten Jonas Lüscher und regten ihn zum Erzählen an. Wir erfuhren viel darüber, was seine ursprüngliche Idee für die Novelle war und wie sich die Geschichte entwickelte. Fasziniert hat uns auch die distanzierte Art, wie er zu seinen Figuren steht, obwohl er sie geschaffen hatte.
Weiter fiel uns auf, dass seine politischen Aktivitäten grossen Einfluss auf ihn und seine Literatur haben. Im Gegensatz zum passiven Protagonisten seiner Novelle schaut er nicht einfach zu, er möchte etwas verändern. Dies lässt er die Welt zum Beispiel wissen durch seinen Aufruf zur Demonstration „Gegen Nationalismus, für Europa!“
Das einmalige Erlebnis, so einen Schweizer Autoren getroffen zu haben, wird uns lange in Erinnerung bleiben. Nicht nur seine einzigartige Einstellung zum Schreiben, sondern auch sein politisches Engagement haben uns beeindruckt. Die Konversation mit Jonas Lüscher hat unsere Ansicht der Literatur gegenüber zum Guten verändert.

Lara Spinas und Rebecca Krogh, 6c

„Ich hatte lange Schwierigkeiten, mich selber als Schriftsteller und Intellektuellen zu bezeichnen.“ Eine solche Aussage hätte man nicht vom Schweizer Bestsellerautor Jonas Lüscher erwartet. Er führte die 6. Klasse der Kantonsschule Freudenberg am Dienstagmorgen durch eine so spannende wie lehrreiche Lesung – und wirkte dabei sehr aufgeschlossen und sympathisch.

Er brachte uns Schülerinnen und Schülern nicht nur sein erstes veröffentlichtes Werk „Frühling der Barbaren“ näher, sondern gab uns auch einen Einblick in seine politischen Aktivitäten sowie in seine persönlichen Ansichten. Demnach greift er auch politische Themen in seinen Büchern auf. Ein zentraler Aspekt in „Frühling der Barbaren“ ist die Passivität des Protagonisten. Genau diese Passivität empfindet er als Problematik der heutigen Gesellschaft. Er forderte auch uns Jugendliche dazu auf, politisch aktiv zu werden und unsere Meinungen einbringen. „Jeder Einzelne kann etwas bewirken“, ermutigte er die Schülerinnen und Schüler der KFR.

Leila Osterwalder und Debora Torda, 6c

Neugierig und gespannt sind wir in den wunderschönen, antiken Saal vom Liceo Artistico eingetreten. Dort erwartete uns schon ein gut gelaunter und motivierter Jonas Lüscher. Er gewann letztes Jahr den Schweizer Buchpreis mit dem Buch „Kraft“ und hat seitdem zahlreiche Lesungen durchgeführt.

Mit einem Ausschnitt aus dem Buch „Frühling der Barbaren“ eröffnete er die Lesung. Die Textstelle war zwar sehr passend, leider aber wurde sie etwas schnell und undeutlich vorgelesen.

Darauf folgte eine sehr spannende und abwechslungsreiche Diskussion. Egal, ob zum Buch oder zur Politik, jede Frage wurde ausführlich beantwortet. Unter anderem erfuhren wir vieles über seine Persönlichkeit, seine selbstorganisierte Demonstration und seine Bücher. Sehr beeindruckend war, dass er acht Jahre lang an einem Roman gearbeitet hatte, den kein Verlag veröffentlichen wollte. Trotzdem hat er den Kopf nicht hängen lassen, an sich geglaubt und eine neue Novelle geschrieben. Diese Novelle brachte ihm seinen Durchbruch und nun hat er als Autor keine finanziellen Sorgen mehr. Deshalb war es ihm möglich, sich politisch zu engagieren und eine internationale Demonstration gegen den Nationalismus und für Europa zu organisieren.

Die Vorlesung verging wie ihm Flug und wir hätten noch Stunden weiterdiskutieren können. Jonas Lüscher und seine Vorlesung werden wir in guter Erinnerung behalten.

Lara Gregori und Liliane Spirig, 6c