Zürcher Leu
Liceo Artistico
Kantonsschule Freudenberg Zürich
Liceo Artistico
Schweizerisch-italienisches Kunstgymnasium

Parkring 30
8027 Zürich
044 202 80 40
sekretariat@liceo.ch

Öffnungszeiten Sekretariat
Montag – Freitag
7.30–12.00 Uhr
14.00–16.30 Uhr
Mittwoch- und Donnerstagnachmittag geschlossen

Liceo-Alt

 

Von der Villa «Dem Schönen»
zum Liceo Artistico

 

Dr. Adolf Friedrich Hommel, der Bauherr der Villa «Dem Schönen», wurde 1851 in Chemnitz geboren und übersiedelte Anfang der achtziger Jahre nach Zürich, wo er promovierte. 1890 brachte er einen der ersten Markenartikel auf pharmazeutischem Gebiet in den Verkauf, das aus Rinderblut stabilisierte Präparat Haematogen, ein Mittel gegen fast alles: Blutarmut, Bleichsucht, Magengeschwüre, Malaria, Zuckerkrankheit, Rachitis und so weiter. Es wurde zu einem durchschlagenden Erfolg. Schon 1898 wurde der Bau der Villa am Parkring begonnen, im Jahr darauf war sie bezugsbereit.

Der Haupttrakt entstand nach Plänen des Architekten Friedrich Kühn. Schon 1902 – 1904 wurde er aber durch die berühmten Architekten Chiodera und Tschudy um zwei grosse Museumsräume erweitert. Hommel brauchte Platz für seine umfangreiche Kunstsammlung. Er sammelte praktisch alles: Gemälde von alten Meistern natürlich, aber auch Keramik, Porzellan, Textilien, Miniaturen, Arbeiten in Elfenbein, antike Möbel und Einrichtungsgegenstände. 1909, als Hommel die Sammlung versteigern lassen musste, wurde ein zwei-bändiger Katalog erstellt. Der Gesamterlös der Gemälde überstieg eine halbe Million Franken.

Die Villa selbst blieb noch bis 1921 in Familienbesitz. Schon seit 1918 wurde sie von Henri Poncet als Möbelgeschäft „für hohe Wohnkultur“ genutzt; Poncet kaufte sie 1942. 1963 erwarb der Kanton Zürich die Liegenschaft für 2,9 Millionen Franken und zwar als Abbruchobjekt: geplant war, auf dem Grundstück das Staatsarchiv zu errichten. Zum Abbruch kam es dann nicht, die Villa wurde provisorisch als Erweiterung der benachbarten Kantonsschule Freudenberg hergerichtet. Anfang der achtziger Jahre begann die Gesamtrenovation unter der Leitung der Architektin Tilla Theus.

Als der Erziehungsrat 1986 beschloss, in Zusammenarbeit mit dem italienischen Staat ein Liceo Artistico zu schaffen, bot sich die Villa als würdige Unterkunft an. Am 21. August 1989 nahm die neue Schule in den prächtig renovierten Räumen den Betrieb auf.

Fassade

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