Architektur


„Der «Freudenberg» verkörpert so etwas wie eine materialisierte Hoffnung auf eine lichtere, offenere, gebildetere und gerechtere Welt nach dem Zweiten Weltkrieg. Er ist – im Umfeld seiner Entstehungszeit betrachtet – ein Bau von einer der traditionalistischen Bezugnahme und der folkloristischen Anlehnung enthobenen, gleichsam befreiten Modernität, eine architektonische Umsetzung des Wunsches, die aufgezwungene Enge und Selbstbeschränkung der Lebensverhältnisse in den vierziger Jahren endgültig wieder zu sprengen. Trotz der gleichzeitigen optimistischen Begleitmusik des einsetzenden Wirtschaftsaufschwunges darf diese architektonische Haltung nicht als blinde Fortschrittsideologie, als Erfüllungsgehilfin des Booms interpretiert werden. In ihr manifestiert sich vielmehr der Anspruch, diesen Fortschritt zu gestalten – anstatt sich ihm zu unterwerfen.“


Freudenberg – Der Architekt Jacques Schader und die Kantonsschule in Zürich Enge

Katalog zur monografischen Ausstellung im Museum für Gestaltung Zürich

Hg. von Marianne Burkhalter, Michael Koch, Claude Lichtenstein, Tomaso Zanoni

Zürich 1992, Seite 7

Kantonsschule Freudenberg, Gutenbergstr. 15, 8002 Zürich, 044 286 77 11, Sekretariat geöffnet Mo.- Fr. 07.30 - 12.30 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr,  Lageplan

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